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Verbreitung der chronischen Krankheiten

Chronische Krankheiten sind nahezu weltweit die häufigste Todesursache. Zu dieser umfassenden Gruppe zählen Krankheiten wie Kardiopathien, Neoplasien, Diabetes und chronische Atemwegserkrankungen. Sie verursachen nicht nur eine hohe Sterblichkeitsrate, sondern auch ein hohes Maß an Invalidität. Daher ist ihre Bekämpfung eine Priorität für die öffentliche Gesundheit.

Die chronischen Krankheiten treten aus klinischer Sicht im fortgeschrittenen Alter auf. Daher besteht ein Zusammenhang zwischen dem Durchschnittsalter der Bevölkerung und der Prävalenz der chronisch Kranken. Die Südtiroler versorgungsberechtigte Bevölkerung ist im Vergleich zum nationalen Durchschnitt relativ jung, auch wenn sie entsprechend den demografischen Trends immer älter wird. 2022 betrug das mittlere Alter 43,5 Jahre, der Altersindex lag bei 141,6 Jahren. Das bedeutet, dass auf 100 versorgungsberechtigte Jugendliche 142 versorgungsberechtigte Seniorinnen und Senioren kamen. Auf nationaler Ebene wurde ein Altersindex von 187,6 geschätzt (Quelle: ISTAT).

Im Jahr 2022 betrug der Anteil der Südtirolerinnen und Südtiroler mit mindestens einer chronischen Krankheit an der Gesamtbevölkerung 31,7 % (1 von 3 Personen). Frauen haben gegenüber Männern ein leicht erhöhtes Risiko, an mindestens einer chronischen Krankheit zu erkranken; dazu gehören nachweislich vor allem Autoimmun- und endokrine Erkrankungen.

In Südtirol leiden 15 von 100 Personen an Hypertonie. 7 von 100 Personen haben eine Neoplasie, 5 von 100 Männer sind Diabetiker und 7 von 100 Personen haben chronisch hohe Cholesterinwerte (Dyslipidämie). Berücksichtigt man nur die ältere Bevölkerung (ab 65 Jahren), so leiden 78 Personen pro 100 an mindestens einer chronischen Krankheit.

Der ländliche Sprengel Leifers-Branzoll-Pfatten hat in Südtirol die höchste Prävalenzschätzung der chronisch Kranken. Das zeigt eine Analyse der standardisierten Raten nach Gebieten, unter Berücksichtigung der Bevölkerungsstruktur. Diese Rate, gefolgt von jener des ländlichen Sprengels Wipptal, übersteigt jene des städtischen Bezirks Bozen. Die Prävalenz der einzelnen Krankheiten verläuft landesweit nicht immer einheitlich.

Der Gesundheitsbezirk Bozen verzeichnet zum Beispiel eine höhere Prävalenz von Patientinnen und Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis. Im Gesundheitsbezirk Meran wird eine stärkere Verbreitung der Krankheiten, die eine Veränderung der Schilddrüsenhormone hervorrufen, beobachtet, wie etwa Hypothyreose oder Morbus Basedow. Die Gesundheitsbezirke Brixen und Bruneck, in denen im Durchschnitt niedrigere Raten festgestellt werden, zeichnen sich durch eine höhere Prävalenz von Krankheiten wie Hypertonie (mit signifikant höheren Werten im Bezirk Brixen) sowie anderen Kardiopathien aus (in geringerem Maße in Bruneck).

Prävalenz der chronischen Krankheiten in Südtirol - Jahr 2022

Reelle unbereinigte Raten (Werte pro 100.000 Einwohner)

Die reelle unbereinigte Rate ist das Verhältnis zwischen Anzahl der Fälle, bei denen die untersuchte Eigenschaft vorkommt, und der Bezugsbevölkerung. Im Unterschied zum standardisierten Wert kann er nicht verwendet werden, um Vergleiche zwischen Bevölkerungsgruppen verschiedenen Alters anzustellen.

Dekorative Grafik

Standardisierte Werte (Werte pro 100.000 Einwohner)

Der standardisierte Wert ist ein System, das die reelle unbereinigte Rate ausgleicht und so den Vergleich zwischen Bevölkerungsgruppen unterschiedlichen Alters ermöglicht.

Dekorative Grafik
Online Kartographie

Online Kartographie

In diesem Bereich kannst du Karten zur Verbreitung der wichtigsten chronischen Krankheiten in Südtirol erstellen.“

Downloads 2022

Tab. 2.2.1 - Chronisch Kranke in Südtirol
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Tab. 2.2.2 - Chronische Krankheiten nach Gesundheitsbezirk
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Tab. 2.2.3 - Chronische Krankheiten nach Geschlecht - Standardisierte Werte
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Tab. 2.2.4 - Chronische Krankheiten nach Geschlecht - Reelle unbereinigte Raten
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Tab. 2.2.5 - Chronische Krankheiten über 65
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Letzte Aktualisierung: 01/12/2025