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Drogen, Rauchen und Alkohol

Rauchen gilt als die häufigste vermeidbare Todesursache. In Südtirol ist es für etwa 20 % der Todesfälle im Zusammenhang mit Tumorerkrankungen und für insgesamt 11 % aller Todesfälle verantwortlich. Besonders betroffen sind Männer: 75 % der Tumoren in Mundhöhle und Rachen sowie 88 % der Lungentumoren bei Männern lassen sich auf Tabakkonsum zurückführen. Darüber hinaus trägt das Rauchen wesentlich zur Entstehung weiterer Erkrankungen bei, darunter Herzinfarkt, Durchblutungsstörungen, chronisch-obstruktive Bronchitis und andere Atemwegserkrankungen. Die Rauchgewohnheit ist bei 20,6 % der Bevölkerung zwischen 18 und 69 Jahren verbreitet, wobei 23,9 % der Männer und 17,2 % der Frauen regelmäßig rauchen.

Auch die Drogenabhängigkeit hat weitreichende Folgen – nicht nur für die körperliche Gesundheit, sondern auch für das soziale Verhalten der Betroffenen. Im Jahr 2024 wurden von den Diensten für Abhängigkeitserkrankungen des Landes (DfA) insgesamt 2.843 Personen mit Drogenproblemen betreut, was einer Versorgungsrate von 5,3 Patientinnen und Patienten pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner entspricht. Heroin war mit 38,2 % die am häufigsten verwendete Substanz, gefolgt von Cannabinoiden mit 23,9 % sowie Kokain und Crack mit 22,5 %. In der Altersgruppe der 15- bis 54-Jährigen wurden 232 drogenbedingte Krankenhausentlassungen und 113 Zugänge zu den Notaufnahme-Diensten verzeichnet.

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind etwa 9 % der gesamten Gesundheitsausgaben in Europa auf den Missbrauch alkoholischer Getränke zurückzuführen. Alkohol spielt eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Leberzirrhose, bestimmten Tumorarten, Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen und angeborenen Fehlbildungen. In Südtirol zählen 36,1 % der Bevölkerung zwischen 18 und 69 Jahren zu den risikobehafteten Konsumentinnen und Konsumenten. Davon trinken 24,9 % überwiegend außerhalb der Mahlzeiten, 18,6 % gelten als sogenannte „Binge Drinker“ – also Personen, die zu einem einzigen Anlass fünf oder mehr alkoholische Getränke (bei Männern) bzw. vier oder mehr (bei Frauen) konsumieren – und 1,8 % als starke Trinkerinnen und Trinker mit täglichem Konsum über den empfohlenen Grenzwerten (mehr als 2 Ein­heiten alkoholischer Getränke täglich für Männer und eine Einheit für Frauen). In der Altersgruppe der 15- bis 54-Jährigen wurden 819 alkoholbedingte Krankenhausentlassungen und 863 Zugänge zu den Notaufnahme-Diensten registriert.

Im selben Jahr wurden von den DfA außerdem 203 Personen mit Spielsuchtproblemen, 61 Personen wegen Medikamentenmissbrauchs, 250 wegen Nikotinabhängigkeit, 310 Angehörige von suchtkranken Personen sowie 247 weitere Personen betreut.

Raucher/-innen nach Altersklassen (Passi 2023-24)

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Downloads 2024

Tab.2.1.4 Rauchgewohnheit und sozio-demographische Aspekten
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Tab.2.1.5 Tabakrauch-attributable Todesfälle
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Tab.2.1.6 Von den DfA versorgte DA-Patienten
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Tab.2.1.7 Prävalenz und Inzidenz der von den DfA versorgten DA-Patienten
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Tab.2.1.8 Substanzen
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Tab.2.1.9 Krankenhausentlassungen aufgrund von drogen-assoziierten Ursachen
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Tab.2.1.10 Zugänge zu den Erste-Hilfe-Diensten aufgrund von drogen-assoziierten Ursachen
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Tab.2.1.11 Von den DfA versorgte AA-Patienten
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Tab.2.1.12 Krankenhausentlassungen aufgrund von alkohol-assoziierten Ursachen
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Tab.2.1.13 Zugänge zu den Erste-Hilfe-Diensten aufgrund von alkohol-assoziierten Ursachen
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Tab. 2.1.14 Alkoholkonsum mit erhöhtem Risiko
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Tab.2.1.15 Alkoholkonsum mit erhöhtem Risiko und sozio-demographische Aspekte
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Tab. 2.1.16 Von den DfA versorgte Patienten nach sonstigen Typologie
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Letzte Aktualisierung: 13/10/2025