[Externer Link] Webseite - Autonome Provinz Bozen - Südtirol

Schwangerschaft und Geburt (Ansässige Bevölkerung)

Über die Geburtsbescheinigung werden Angaben zu den während der Schwangerschaft durchgeführten Visiten und Instrumentaluntersuchungen der Mutter dokumentiert. Im Jahr 2024 unterzog sich jede schwangere Frau durchschnittlich 6,8 Kontrollvisiten (konstanter Wert in den letzten Jahren). Die Weltgesundheitsorganisation schlägt bei wenig risikobehafteten Schwangerschaften durchschnittlich 4 Kontrollvisiten vor. In 3,9 % der Fälle haben die Mütter maximal 4 Kontrollvisiten (Indikator für eine unzureichende Betreuung) durchgeführt. 66,5 % der schwangeren Mütter haben die erste Visite innerhalb der 8. Schwangerschaftswoche durchgeführt, also sehr früh (dieser Wert zeigt eine steigende Tendenz). Von den Frauen, die im Jahr 2024 in Südtirol entbunden haben, ließen 61 (1,4 %) mindestens eine invasive Pränataldiagnostik durchführen (gleich wie im Jahre 2023). Eine Amniozentese ließen 0,5 % vornehmen (Pränataldiagnostik für die Erfassung fetaler Chromosomenalterationen wie Down-Syndrom).

Bei der Analyse der Entbindungsarten ansässiger Mütter zeigt sich, dass 67,7 % der Kinder vaginal und 5,5 % operativ-vaginal (mittels Saugglocke oder Geburtszange) geboren wurden. Der Anteil der Kaiserschnittgeburten lag im Jahr 2024 bei 26,8 % und ist damit im Vergleich zum Vorjahr (26,1 %) leicht angestiegen (Wohnbevölkerung).

Wird der bereinigte NTSV-Kaiserschnittanteil (Nullipara, Termingeburt, Einzelgeburt, Schädellage) betrachtet – ein Indikator, der die Zweckmäßigkeit des Kaiserschnitts misst und um Faktoren bereinigt ist, die die Rate erhöhen könnten – ergibt sich ein Wert von 24,3 %. Die Unterschiede zwischen unbereinigten und bereinigten Kaiserschnittquoten sind in den einzelnen Geburtskliniken gering. Ein großer Unterschied deutet auf eine höhere Konzentration komplexer Fälle hin, die einen Kaiserschnitt erforderlich machen. Liegt der bereinigte Wert hingegen über dem unbereinigten, kann dies auf eine übermäßige Inanspruchnahme des Kaiserschnitts hindeuten.

Mehrlingsgeburten machten 2024 1,3 % aller Geburten aus (insgesamt 58 Zwillings- und Drillingsgeburten). Die Rate der Mehrlingsschwangerschaften in Verbindung mit künstlicher Befruchtung lag bei 17,2 (im Vorjahr 9,4).

Im Jahr 2024 nutzten 172 Frauen (3,9 % aller Entbindenden) medizinisch assistierte Befruchtungstechniken. Der Anteil ist vergleichbar mit dem anderer italienischer Regionen, liegt jedoch 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert in Südtirol.

Der Anteil der Frühgeborenen (Geburt vor oder in der 36. Schwangerschaftswoche) lag bei 5,7 % (Vorjahr: 5,8 %).

Verteilung der Geburten nach Geburtsform

Downloads 2024

Tab. 1.2.5 - Schwangerschaftswoche bei der ersten Kontrolluntersuchung
pdf csv

Tab. 1.2.6 - Vorgeburtliche Untersuchungen und Altersklassen
pdf csv

Tab. 1.2.7 - Verteilung der Neugeborenen nach Geburtsort und Ansässigkeit der Mutter - Jahre 2020-2024
pdf csv

Tab. 1.2.8 - Prozentuelle Verteilung der Geburten nach Geburtsform und Geburtsort (Ansässige Bevölkerung)
pdf csv

Tab. 1.2.9 - Prozentsatz der Kaiserschnitte (Roh- und bereinigte Daten - Ansässige Bevölkerung)
pdf csv

Tab. 1.2.10 - Lebendgeborene nach Schwangerschaftsalter - Jahre 2020-2024
pdf csv

Tab. 1.2.11 - Geburten nach Geburtsart und Art der Empfängnis
pdf csv

Letzte Aktualisierung: 01/12/2025