Krankheiten des Kreislaufsystems
Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen in den entwickelten Ländern die häufigste Todesursache dar und sind auch in Südtirol für 30,3 % aller Todesfälle verantwortlich. Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen Hypertonie, Hypercholesterinämie, Diabetes mellitus und Adipositas. Für Personen mit Hypertonie ist das Risiko, an einer koronaren Herzkrankheit zu sterben, zwei- bis viermal höher als bei Personen ohne Hypertonie. Das Risiko, an einer Ischämie zu sterben, ist sogar mehr als viermal so hoch. Schätzungen zufolge sind etwa ein Viertel der Todesfälle durch koronare Herzkrankheiten oder Ischämie auf Hypertonie zurückzuführen. Auch bei erhöhten Cholesterinwerten verdoppelt sich das Risiko, an ischämischen Herzleiden zu sterben, im Vergleich zu Personen mit normalen Cholesterinwerten.
Im Jahr 2024 wurden insgesamt 6.552 Krankenhausentlassungen aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verzeichnet, was einer Rate von 1.214,7 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner entspricht. Davon entfielen 1.145 Entlassungen auf ischämische Erkrankungen, wobei 609 Fälle auf akute Myokardinfarkte zurückgingen – 443 bei Männern und 166 bei Frauen. Unter den häufigsten Todesursachen im Bereich der Kreislauferkrankungen dominierten die ischämischen Herzleiden, darunter Infarkt, Angina pectoris und andere ischämische Herzerkrankungen. Diese führten zu 169 Todesfällen bei Männern (63,1 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner) und zu 126 Todesfällen bei Frauen (46,4 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner).
Downloads 2024
Tab.2.2.29 Krankenhausentlassungen aufgrund von Krankheiten des Kreislaufsystems
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Tab.2.2.30 Zugänge zu den Erste-Hilfe aufgrund von Krankheiten des Kreislaufsystems
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Tab.2.2.31 Sterblichkeit wegen Krankheiten des Kreislaufsystems
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Letzte Aktualisierung: 13/10/2025