Atemwegserkrankungen
Atemwegserkrankungen stellen in Südtirol nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Tumoren die dritthäufigste Todesursache dar und sind für 8,1 % der Todesfälle verantwortlich. Innerhalb dieser Krankheitsgruppe ist die chronisch-obstruktive Bronchopneumopathie (COBP) besonders bedeutsam, da sie für 40 % der Todesfälle im Zusammenhang mit Lungenkrankheiten verantwortlich ist. Der bedeutendste Umweltfaktor für die Entstehung von chronischer Bronchitis und COBP ist das Rauchen: Zwischen 15 und 20 % der Raucherinnen und Raucher leiden an einer klinisch relevanten Bronchialobstruktion, ein kleinerer Anteil sogar an einer stark einschränkenden Form.
Im Jahr 2024 wurden in den Gesundheitseinrichtungen des Landes insgesamt 5.522 Personen mit einer Atemwegserkrankung als Hauptdiagnose stationär aufgenommen. Die Hospitalisierungsrate lag bei 1.023,8 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Die häufigsten Gründe für einen Krankenhausaufenthalt waren Pneumonie und Grippe. Hinsichtlich der Todesursachen innerhalb dieser Krankheitsgruppe wurden im selben Jahr chronische Erkrankungen der unteren Atemwege mit 120 Fällen sowie Grippe und Pneumonie mit 115 Fällen am häufigsten registriert.
Letzte Aktualisierung: 13/10/2025